Josef Schmid, MdL
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Austausch mit Vertretern des Nürnberger Drogenhilfemodells

22.10.2026, 13:42 Uhr | Quelle:
CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag

Wie können schwerstabhängige Menschen besser erreicht, Drogennotfälle vermieden und gleichzeitig unser Gesundheitssystem entlastet werden? Darüber hat sich der Arbeitskreis Gesundheit, Pflege und Prävention (AK GPP) mit Vertretern des Nürnberger Drogenhilfemodells unter der Leitung des Oberarztes Dr. Jan Welker (Klinikum Nürnberg) ausgetauscht.

Ziel ist es, das Nürnberger Modell, das es seit inzwischen fünf Jahren gibt und auf Initiative des AK GPP mehrfach aus Mitteln des Staatshaushalts gefördert wurde, zu einem „Bayerischen Metropolregionenmodell“ weiterzuentwickeln. Es soll die Strukturen der Suchthilfe, medizinischen Versorgung und Wissenschaft in Nürnberg, Augsburg und München stärker miteinander vernetzen.

Im Mittelpunkt steht ein ganzheitlicher Ansatz, der Prävention, niedrigschwellige Hilfsangebote, Substitution und Therapie miteinander verbindet. Ein wichtiger Baustein ist die in Nürnberg bereits praktizierte niedrigschwellige Sofortsubstitution, die suchtkranken Menschen einen schnellen Zugang zu medizinischer Behandlung ermöglicht.

AK-Vorsitzender Bernhard Seidenath unterstrich: „Mit dem Bayerischen Metropolregionenmodell wollen wir diesen Ansatz weiterentwickeln, Betroffenen neue Perspektiven eröffnen und gleichzeitig unsere Rettungsdienste und Kliniken entlasten.“ Carolina Trautner, stellvertretende AK-Vorsitzende und Apothekerin, betonte: „Sucht ist eine Krankheit. Wir müssen die Menschen erreichen, bevor aus ihrer Not ein medizinischer Notfall wird. Das Nürnberger Modell zeigt, wie wichtig es ist, Suchthilfe und Medizin eng miteinander zu verzahnen.“